Suchtfaktor extrem hoch – das japanische Sudoku
Schon kurz nach seiner ersten Veröffentlichung im Jahre 1984 eroberte das japanische Zahlenrätsel die Zeitungen, Magazine und Rästelhefte auf der ganzen Welt. Experten behaupten, dass dieses Spiel wesentlich mehr ist, als nur ein Zeitvertreib. Das Training des logischen Denkens und des mathematischen Verständnisses soll als Gehirnsport wahre Wunder wirken. Dabei ist Sudoku so einfach wie genial.
In der Basiskonfiguration ist der Tüftler gefordert ein 9 x 9 Felder großes Spielareal mit den noch fehlenden Ziffern zu füllen. Das gesamte Spielfeld ist in 9 gleich große Kästen mit 3 x 3 Feldern aufgeteilt. Die Lösung des Rätsels erfordert in jeder Reihe, in jeder Spalte jede Ziffer von 1 bis 9 nur einmal einzusetzen. Gleichermaßen dürfen in den unterteilten 3 x 3 Kästen die Zahlenwerte von 1 bis 9 nur einmal auftauchen. Obwohl diese Vorgabe recht simpel erscheint, lässt sich der Schwierigkeitsgrad beliebig erhöhen oder senken, indem man mehr oder weniger Zahlen vorgibt. Für eingefleischte Sudokuprofis gilt übrigens das Radierverbot.
Als Erfinder dieses Spiels ist der Japaner Maki Kaji allgemein anerkannt. Daher wundert es auch keinen Rätselfreund, dass bei der Suche nach einem Nachfolgespiel zum Sudoku der 55-Jährige eine bedeutende Position innehat. Schon jetzt buhlen die Verleger von Zeitschriften und Rätselbüchern um den kreativen Kopf aus Japan. Dieser will jedoch nicht allein für eine neue Idee geradestehen müssen. Sein Geheimnis lautet: »Lass die Rätselfreunde selbst entscheiden!« Wie in einer Challenge ruft er 50.000 Tüftler auf, die seine Zeitung Nikoli kaufen, ihre Ideen einzubringen. Die Kreationen stellt er dann wiederum seinen Lesern vor. Diese sind am Entwicklungsprozess und an der Optimierung aktiv beteiligt und können sich im Nachhinein rühmen, als Erfinder des neusten Rätsels zu gelten.
Aktuell wird eine Variante des Kreuzworträtsels sehr hoch als Thronfolger des Sudoku gehandelt. Mit Zahlen anstelle von Buchstaben, die nach einem bestimmten System aneinandergereiht werden müssen, lässt sich das neue »Kakuro« am besten beschreiben. Einzelheiten sind bis dato noch nicht bekannt. Wenn allerdings eine Schar von mehr als 50.000 kreativen Japanern bei der Schöpfung mitgewirkt hat, ist der Nachfolger des Sudoku sicher sehens- und vor allem rätselnswert.



















